Kinder, die in meiner Praxis vorgestellt werden, haben Schwierigkeiten in verschiedenen Bereichen:
  • Verhalten (z. B. Störverhalten in der Schule)
  • Seelische Probleme (z. B. geringes Selbstwertgefühl)
  • Leistungsvermögen (z. B. Leseschwierigkeiten oder Konzentrationsprobleme)
  • Chronische körperliche Erkrankungen oder auch körperliche Beschwerden mit angenommener psychischer Beteiligung
Probleme in verschiedenen Bereichen können isoliert oder in Kombination auftreten. So finden sich bei Kindern mit Lernstörungen immer Schwierigkeiten im Leistungsbereich, oft gepaart mit seelischen Problemen. Bei Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen findet man im Regelfall große Verhaltensprobleme kombiniert mit Problemen im Leistungsbereich. Auch seelische Probleme treten bei anhaltendem Misserfolg im sozialen Umfeld und in der Schule auf.

Wenn eine Therapie Erfolg haben soll, muss sie auf allen Ebenen ansetzen. Daher finden Sie in meiner Praxis einen Therapieansatz, der alle drei Bereiche abdeckt. Dabei lässt sich festhalten, dass Verhaltensprobleme sowie seelische Störungen mit Psychotherapie, Schwächen im Leistungsbereich mit gezielten Trainingsverfahren gebessert werden können.

Um betroffenen Kindern und ihren Eltern zu helfen, ist häufig eine Psychotherapie notwendig.

Welche Besonderheiten gibt es bei Psychotherapien mit Kindern ?

Kinder sind abhängiger von ihrer Umwelt als Erwachsene. Viele Entscheidungen können sie nicht selber treffen, sondern sind auf ihre Eltern angewiesen. Für die Psychotherapie mit Kindern heißt das, dass die Psychologin im engen Kontakt mit den Eltern und anderen Bezugspersonen (z. B. Lehrer) stehen muss. Sowohl die Therapieziele als auch die Maßnahmen müssen mit den Eltern besprochen werden. Diese enge Einbeziehung des Umfeldes ist in der Therapie mit Erwachsenen nicht notwendig.

Daher stellt die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen besondere Anforderungen an das Einfühlungsvermögen und die soziale Kompetenz des Therapeuten.

Wie sieht die Durchführung einer Psychotherapie praktisch aus?

Im Folgenden finden Sie eine kurze Darstellung der Abläufe einer Psychotherapie in meiner Praxis. Dabei werden folgende Schritte durchlaufen:

Telefonischer Erstkontakt

Zunächst wird telefonisch ein Termin für ein Erstgespräch vereinbart. Die Wartezeit für ein Erstgespräch beträgt normalerweise ein bis zwei Wochen.

Erstgespräch mit dem Eltern und ggf. mit dem Kind (abhängig vom Alter)

Dieser erste persönliche Kontakt ist sehr wichtig. Daher plane ich für dieses Gespräch ca. 45 Minuten ein. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Ziel des Gesprächs ist es, den Eltern einen Vorschlag über Hilfsmöglichkeiten für das Kind zu unterbreiten. Dazu berichten die Eltern zunächst über die Gründe, weshalb sie das Kind einer Psychologin vorstellen wollen. Im Gespräch ergeben sich dann genügend Anhaltspunkte, um den Eltern einen qualifizierten Vorschlag für das weitere Vorgehen zu machen. Die Psychologin informiert die Eltern dann beispielsweise über Diagnostik- oder Therapiemöglich­keiten sowie die damit verbundenen Kosten. Ggf. werden auch weitere notwendige medizinische Untersuchungen vorgeschlagen.

Die Eltern können dann nach Beendigung des Gesprächs in Ruhe zu Hause die Entscheidung über das weitere Vorgehen fällen. Entscheiden sich für die Durchführung einer Therapie, vereinbaren sie telefonisch einen Termin für die Aufnahme der Therapie.

Therapiestunden mit dem Kind

Wenn die Entscheidung über die Aufnahme der Therapie getroffen worden ist, beginnen die Therapiestunden mit dem Kind.

Die Therapie wird überwiegend als Einzeltherapie durchgeführt, bei bestimmten Problemen kann auch ein Training in der Gruppe sinnvoll sein wie z.B. bei bestehenden sozialen Unsicherheiten, Störungen des Sozialverhaltens und Angstproblematik. In der Regel findet eine Therapiestunde pro Woche statt, die immer zu einem festen Termin am gleichen Wochentag stattfindet. Eine Therapiestunde dauert 50 Minuten. Wichtig ist es, in den ersten Stunden eine gute Beziehung zwischen dem Kind oder dem Jugendlichen und der Therapeutin herzustellen und eine konkrete Therapieplanung vorzunehmen.

Es kann sehr wichtig sein, die nahen Bezugspersonen des Kindes in die Therapie mit einzubeziehen und sich regelmäßig über den Therapiefortschritt auszutauschen.

Therapieabschluss

Der Entschluss, die Therapie zu beenden, wird gemeinsam mit Eltern und Kind besprochen. In einem gemeinsamen Abschlussgespräch mit allen Beteiligten wird noch einmal der Therapieverlauf besprochen und ein Blick in die Zukunft gewagt.

Sollten nach Abschluss der Therapie nochmals Probleme auftauchen, können Eltern und Kind gerne wieder auf mich zukommen.

Für die Psychotherapie von Jugendlichen gilt Vergleichbares wie in der Kindertherapie beschrieben, allerdings dem Alter des Jugendlichen entsprechend angepasst.

Bei Jugendlichen geht es häufig auch um die Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie, um Probleme der Entwicklung und Sexualität, der angemessenen Ablösung und Verselbständigung. Aus diesem Grund sind hier sehr genaue Absprachen notwendig: Was wird in welchem Rahmen, z.B. bei Elterngesprächen thematisiert, inwieweit werden Eltern oder sonstige Bezugspersonen überhaupt mit in die Therapie einbezogen, Schweigepflicht der Therapeutin und die Intimitätswahrung des Jugendlichen.